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Marktlogik und Studienzyklus: das Forum in Metz Das erste Deutsch-Französische Forum fand vom 29. bis 31. Oktober 1999 in Metz statt, auf dem Unternehmen, Hochschulen und Institutionen wie DAAD und CNRS vertreten waren. Publikum waren vor allem Studenten und Absolventen, vielfach aus dem deutsch-französischen Kontext, die auf der Suche nach einem Praktikums- oder Arbeitsplatz von Stand zu Stand tingelten, um Eindruck und CV zu hinterlassen. Ebenso galt es aber auch für die Hochschulen, Unternehmen für sich zu gewinnen - sei es als Sponsoringpartner, Vermittler von Praktikantenstellen oder ganz allgemein deren Interesse für Studenten bzw. Absolventen aus den (integrierten) deutsch-französischen Studiengängen zu wecken. Eine weitere - wenn auch am geringsten - vertretene Gruppe auf dem Forum stellten Studienanfänger und Studenten dar, die sich über Möglichkeiten, im deutschen/ französischen Ausland zu studieren informieren wollten. So traf ein Sammelsorium von unterschiedlichen Erwartungen aufeinander, welches sich nach etwas chaotischer Anfangsphase allerdings in mehr oder weniger pragmatisches Handeln umschlug. So war es keine Seltenheit, daß wie an unserem Stand (in guter deutsch-französischer Manier stellten die FU Berlin und das IEP einen gemeinsamen Stand) oftmals nur die schicken Sciences-Po Kugelschreiber aushändigten oder mit Fragen nach den Bezugsmöglichkeiten der offiziellen Kaffeebecher mit dem Forumslogo konfrontiert waren... Weniger belustigend stellte sich aber oftmals die Lage für die Jobsuchenden dar: es waren vor allem Ingenieure und Informatiker gesucht. Die Marktlogik , vielfach in den Medien verbreitet, zeigte sich hier in einigen Facetten: ... Geisteswissenschaftler? Naja, vielleicht, aber bitte fünf Sprachen fließend, 3 Jahre Berufserfahrung, sehr gute Leistungen selbstverständlich... aber bitte nicht älter als 25 Jahre. Sicherlich war die Lage etwa für Studienzyklusabsolventen dadurch erschwert, daß in Metz vorwiegend Unternehmen vertreten waren, die weder in der typischen Zielgruppe von Politologen liegen noch diese vornehmlich suchen. Marktlogik und Studienzyklus- zwei Paar verschiedene Schuhe also? Sicherlich nicht ! Denn so individuell wie jeder seine Ausbildung auch gestalten mag, bestimmte Grundqualifikationen werden uns doch vermittelt, die auch für Unternehmen als spätere Arbeitsgeber attraktiv sein können. Neben dem Spracherwerb sind es vor allem die kürzeren Studienzeiten und nicht zuletzt die interkulturelle Kompetenz so weit gefaßt dieser Begriff auch immer sein mag. Von den genannten Qualifikationen - abgesehen von den kurzen Studienzeiten - konnten wir in Metz jedenfalls Gebrauch machen: nicht nur, um den gemeinsamen FU - (OSI - Studienzyklus, Frankreichstudien sowie Sponsoring) und IEP Paris Stand recht harmonisch zu gestalten und neben Treffpunkt für ehemalige Studienzyklusteilnehmer auch Anziehungspunkt für «auswärtige» Interessenten sein. Ebenso waren diese Fähigkeiten jedoch beim abendlichen Beisammensein in gemütlichen Restaurants der schuckeligen Metzer Innenstadt gefragt, um ein gutes Mahl mit ebenso gutem Wein zu bekommen, und nicht etwa elsässische Tarte flambée auf Pizzateig ... Julia Suck http://www.forum-franco-allemand.org
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