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Charabia |
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Noch ein kultureller Unterschied ! «Cagnotte», «cagnotte», was heisst denn hier eigentlich «cagnotte»!!? Zuerst wollen wir hier einmal festhalten, dass man dieses Wort auf deutsch überhaupt nicht richtig aussprechen kann: kanniott, oder kajniott für die Puristen. Man erkennt diese (die Puristen) daran, dass sie ihre Zunge bei der Aus- oder Mitprache des sogenannten gequetschten Jotts (ein Absurdum wie zum Beispiel auch das stumme Hah, man fragt sich wozu soetwas gut sein soll!) gegen die Backenzähne pressen, um es sofort, fast unmerklich, in das gaumenbetonte Enn eingehen zu lassen. Haben wir diese Nebensächlichkeit einmal festgestellt, so müssen wir uns noch um die Bedeutung dieses fremden schönen Wortes kümmern. «Cagnotte» heisst «gemeinsame Kasse», «Notgroschen» oder «Jackpot», und wurde in den letzten Wochen von vielen gebildeten französischen Menschen überaus häufig (gemeinhin unter Hinzunahme des gequetschten Jotts) als Bezeichnung für die sich wie von Geisterhand gebildete Steuerreserve benutzt. Nur, eine gemeinsame Kasse richtet man ein, einen Notgroschen legt man sich zurück und einen Jackpot knackt man. Da kann man doch nicht all’ das in ein solches Wort pressen, ohne zu präzisieren, wessen man die amtierende Regierung nun wirklich bezichtigt: hat sie die Reserve extra gebildet, für die eventuell anstehenden mageren Jahre, oder um ganz uneigennüztig Mutter Fortuna mit Füllhorn zu spielen? Das schien auch für die Gequetschten-Jott-Puristen nur eine Nebenrolle zu spielen. Alle denken immer nur an das eine. Scheint eine interkulturelle Parallele zu sein.
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