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Nr. 4 / numéro 4 (Juni / juin 2001) DOSSIER
CYCLE : PLAIDOYERS FÜR DEN ZYKLUS INTERNATIONALISIERUNG
DER HOCHSCHULEN: gern, aber wo sind die Mittel ? Wollte man eine Liste der meistbenutzten Worte der Universitäten aufstellen, wäre das Schlagwort "Internationalisierung" garantiert darunter. Schliesslich sind die zukünftigen Akademiker (und nicht nur die !) gefordert, mit den Folgen der Globalisierung umzugehen. Sie müssen im Rahmen des Universitätsstudiums an diese neue Welt herangeführt werden. Dies soll insbesondere durch die Internationalisierung der Hochschulen erfolgen. Stellt sich nur die Frage: was ist überhaupt "Internationalisierung" ? Und : Sind wir nicht alle bereits international, reisen durch die Welt, surfen im Internet, sind über die "global economy" informiert - sei es im Zusammenhang mit der Einführung des Euros, dem vielbenutzten Begriff des "Standort Deutschland", dem Crash der Aktienmärkte ? Allerdings : im privaten haben wir immer die Möglichkeit, Augen und Ohren zu verschliessen und uns der Konfrontation mit der "neuen Weltordnung" weitestgehend zu entziehen . Dies ist nicht wünschenswert für eine universitäre Ausbildung, will sie effizient sein und die Studierenden auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. In dem Zusammenhang ist zudem zu berücksichtigen, dass die Universität nicht nur fachliche Vorbereitung leisten kann, sondern auch soziale Kompetenzen fördern, die für die internationale (Zusammen-)Arbeit unerlässlich sind. Im Zuge der Internationalisierung der Hochschulen stellt der Deutsch-Französische Studienzyklus deshalb ein besonders wichtiges Element dar, denn hier wird in einem interkulturellen Kommunikationsrahmen die praxisrelevante Ausbildung mit inhaltlicher verknüpft. Allgemeiner Studentenaustausch allein kann nicht leisten, was die Studierenden des Zyklus durch die Gemeinsamen Seminare und das Studium am OSI (Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin) und in SciencesPo - zwei grundlegend unterschiedlichen, aber komplementären Institutionen - lernen. Umso erschreckender ist die Situation, der sich momentan die Verantwortliche für den Studienzykus am OSI, Sabine VON OPPELN, stelleb nuss - die "Sparzwänge" (im übrigen auch ein Wort, welches in jedem Fall auf der oben genannte Liste erscheinen würde !) der Universitäten scheinen eine gesichterte Finanzierung des Programms in Frage zu stellen. Zentrale Universitätsverwaltung und Fachbereich sind wenig einig, wer welche Verantwortung für die Finanzierung zu tragen hat. Dies allerdings ist "nur" eine zusätzliche Belastung - die Streichung von Personalmitteln und schlechte Arbeitsbedingungen sind in den letzten Jahren bereits zu "altbekannten" Problemen geworden... Kurz, es lebe die internationalisierte Hochschule ! PERSÖNLICHE
EINDRÜCKE AUS DEM "NEUEN" STUDIENZYKLUS Wir sind die ersten, das steht fest. Die ersten Zyklanten, die sich am Ende zwei volle Diplome übers Bettchen werden hängen können. Die ersten Versuchskaninchen, die Freud und Leid einer verstärkten Zusammenarbeit werden auskosten dürfen. Die ersten Opfer der Mobilitätsgesellschaft. An dieser Stelle soll ein kurzes Schlaglicht auf das Seelenleben des Menschen hinter der Reform geworfen werden. Hinter den Reformen, wohlgemerkt. Bei unserer Ankunft in Paris im Herbst 2000 wurden wir nicht nur mit der Umgestaltung des Studienzyklus, sondern gleichfalls mit der tiefgreifenden Umstrukturierung von Sciences Po konfrontiert. Der erste Eindruck: Chaos. Anders ist das unbeschreibliche Durcheinander an falschen Stundenplänen, nachträglich veränderten Krediten und unbeantworteten Fragen wohl kaum zu beschreiben. Doch nach dem Chaos kam die Arbeit, nach der Arbeit das Entsetzen, nach dem Entsetzen die Erleichterung. Und kaum, dass man sich eingelebt hatte, da ist man auch schon wieder fort, auf dem Weg zum zweiten Semester in Berlin. Was bleibt also zu sagen von dem ersten Intermezzo an der grande institution universitaire internationale ? Wir wissen, dass Arthur Andersen jetzt Accenture heißt und, dass die Deutsche Bank im Ritz rekrutiert. Wir wissen aber auch, dass uns mit den Reformen neue Möglichkeiten offen stehen, für welche die Anstrengung sich lohnt. In erster Linie die Chance, ein interessantes und polyvalentes Studium durch zwei ausgezeichnete Abschlüsse valorisiert zu sehen. Das ist zumindest meine persönliche Meinung, wenn ich nunmehr in den Berliner Streiksommer zurückkehre. UN
PLAIDOYER A DESTINATION DES ETUDIANTS FRANÇAIS Pourquoi faire le Cycle Franco-allemand ? Cette question se pose sans doute aux étudiants de Sciences-Po qui, comme moi l'an passé, se sont vraisemblablement demandés si "ça valait la peine d'étudier un an de plus ". Voilà trois mois que je vis dans la " nouvelle " capitale allemande, et les premières impressions vont toutes dans le même sens : oui, ça vaut la peine ! Tout d'abord, cette année permet un perfectionnement intense de la langue allemande. Que ce soit au niveau économique, politique ou social, les deux pays entretiennent des relations étroites, et certaines entreprises ou institutions nationales se plaignent aujourd'hui de manquer de " germanistes " qualifiés. Voilà, d'ailleurs, qui va à l'encontre de l'idée reçue : " l'anglais suffit, on peut tout faire avec cette langue ". Ce cycle unique en France dans son domaine et dans la forme qu'il prend (cursus intégré) fait partie de la première université binationale d'Europe, l'Université franco-allemande, inaugurée en 2000 lors de la Journée de l'Europe. Le cycle est donc l'opportunité de compléter sa formation, il offre l'opportunité d'expérimenter des méthodes de travail et d'enseignement différentes de celles pratiquées en France, et il est reconnu sur le marché du travail. Trois éléments que je peux déjà, confirmer : un complément de formation, dans la mesure où il est possible de se spécialiser, ici, après les années de formation " généraliste " dispensée à l'IEP. En effet, la palette de cours disponibles est large, de telle sorte que l'on peut ne choisir qu'un seul thème et le décliner sous tous ses angles ; des nouvelles méthodes de travail, c'est évident, puisque la pédagogie allemande diffère quelque peu (c'est un euphémisme !) de la pédagogie française ; c'est sans aucun doute un atout pour entrer, ensuite, dans le monde du travail et comprendre les multiples façons de penser à l'œuvre dans les entreprises de plus en plus internationales ; reconnu sur le marché du travail, car un an passé à Berlin permet d'appréhender les différentes techniques de communication, la culture politique allemande, et parce qu'il est connu, par exemple, par les responsables du personnel dans la presse, notamment parce que des " anciens du cycle " y ont déjà une place ! Mais les arguments universitaires ne peuvent suffire. Le cycle, c'est rencontrer d'autres étudiants et confronter les points de vue. C'est passer d'agréables journées et tisser de nouvelles relations amicales. Et, un peu comme la cerise sur le gâteau, passer un an dans la ville magique qu'est Berlin, c'est découvrir chaque jour une nouveauté, pratiquement découvrir chaque jour une ville nouvelle. Une ville où liberté et légèreté se mêlent au quotidien, sans jamais faire oublier une histoire tourmentée. Une ville qui incite à la réflexion et à la découverte ! Le cycle est un atout indispensable pour tous ceux qui se sentent intéressés par les relations franco-allemandes, bien sûr, mais aussi l'Europe, ou tout simplement, la découverte d'une autre capitale.
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